Kommentar : Reisebericht von Martin Gloor, Shanghai / China Leute Ulan Bator, Hauptstadt der Mongolei Hovsgol Nuur (Hovsgol See) & Lager Toilogt Fischen ist ein einmaliges Erlebnis! Auch für ungeübte! An den meisten Stellen beissen die Fische (aus der Familie der Forellen/Lachse) so schnell an, dass man kaum mehr mit Fischen ausnehmen fertig wird. Ich habe dort zum ersten Mal im Leben über mehrere Tage gefischt und die Fische (nach einem kurzen Lehrgang bei Christian) auch selber ausgenommen. Es macht viel Spass und ist jedem zu empfehlen, der es auch noch nie ausprobiert hat. Lager Toilogt liegt an einem absolut malerischen Ort! An einem schönen Waldrand auf einer Landzunge, eingebetet zwischen Hovsgol-See und einer kleinen Lagune mit majestätischen Gebirgen, die unmittelbar hinter dem Wald in den blauen Himmel ragen. Trek Der Trek war unvergesslich schön! Wir hatten fast die ganzen 10 Tage nur schönes Wetter, aber auch das eine Gewitter, das sich uns mit rasendem Tempo über den See näherte und die noch vor wenigen Augenblicken spiegelglatte Wasseroberfläche aufpeitschte, war ein einmaliges Naturschauspiel! Die ersten Reitversuche im Lager Toilogt und am ersten Tag auf dem Trek erforderten etwas Mut. Als ich sicherer wurde und mich an mein Pferd gewöhnt hatte, konnte ich es endlich spüren ... das Gefühl von Freiheit wie ich es kaum zu beschreiben vermag! Der erste Galopp war wie ein Flug eines Vogels durch diese bezaubernd schöne Landschaft. Ich galoppierte über eine Ebene, dem See entlang und dann durch einen lichten Wald. Ich wollte schreien vor Freude!! Dies habe ich wohlweislich unterlassen, denn sonst hätte Zebi, mein Pferd, wohl nie mehr angehalten. Ich habe meinen ersten Galopp (ca. 2 km) bestens überstanden und werde ihn nie mehr vergessen! Dieses Gefühl der Geschwindigkeit und mit dem Tier und er Natur zu verschmelzen... Ich werde auch in zehn oder zwanzig Jahren noch davon schwärmen! Über das Risiko, das man eventuell als nicht erfahrener Reiter eingeht, sollte sich jeder, der sich für einen Trek anmeldet, bewusst sein. Für unsportliche und untrainierte Leute ist der mehrtägige Trek nicht geeignet. Für Leute hingegen, die mit etwas Risiko leben können oder es sogar lieben, ist dies ein Erlebnis, wie es heutzutage kaum mehr möglich ist. Eine Woche dem Seeufer entlang, durch saftig grüne Lärchenwälder, über Weiden mit Blumen aller Farben, durch Sumpfgebiete, Täler und über Pässe... eines des letzten Paradiese unseres Planeten Erde. Während dem Trek hatten wir die Gelegenheit, Nomaden in ihren Gers (Zelt der Nomaden) zu besuchen. Ihr Empfang war äusserst herzlich und wir wurden nach dem Gesetz der Gastfreundschaft bewirtet. Yoghurt schmeckt herrlich. Airag, die gegärte Stutenmilch und der säuerliche Käse ist nicht jedermanns Geschmack, aber es ist eine weitere Erfahrung, die einem das harte Leben in der Mongolei etwas näher bringt. Die Abende und die Mahlzeiten spielten sich immer um ein oder mehrere Lagerfeuer ab. Ausreichend und köstlich wurden wir von Chim-Ge und Mogi, den beiden Köchinnen, verpflegt. Abends sassen wir am Lagerfeuer und erzählten uns Geschichten oder sangen zusammen. Manchmal waren wir nur unter Teilnehmern, widerum gesellten sich unsere mongolischen Begleiter zu uns. Alleine die Stimmung am Lagerfeuer zu beschreiben würde mehrere Seiten füllen. Jeder Einzelne hat seinen Teil des Zusammenseins beigetragen. In unserem bunt zusammen gewürfelten Team ging uns der Gesprächsstoff nie aus. Gesungen wurde aus vollem Hals. Manchmal bis in die frühen Morgenstunden... Die Rückreise mit dem Schiff vom nördlichen Ende des Sees zurück zum Lager Toilogt war ebenfalls unvergesslich und auch die Fahrt mit dem Jeep nach Moron und der Flug zurück nach Ulan Bator vermittelten uns weitere Eindrücke dieses weiten Landes. Reisebericht von Markus Driess, Shanghai / China Am meisten beeindruckt hat mich die Ruhe, die Abgeschiedenheit und die Einsamkeit wo man total ausspannen konnte. Bereits nach zwei bis drei Tagen, waren alle Probleme bei der Arbeit vergessen. Zum Teil, weil man sich als unerfahrener Reiter ganz automatisch auf andere Dinge konzentriert. Ganz bestimmt aber auch weil man immer wieder Möglichkeiten hat, den Gedanken freien Lauf zu lassen und vor sich hin zu träumen. Die Gruppe, eine bunte Mischung verschiedener Individualisten - alle irgendwie spezielle Leute - fand innert kürzester Zeit sehr gut zusammen und funktionierte sehr gut. Besonders eindrücklich war auch das absolute Vertrauen und die Fähigkeiten unserer Guides und Köchinnen, die uns immer wieder in erstaunen versetzten!! Wer hat gesagt, es gäbe nix rechts zu futtern in der Mongolei? Alles Lüge. Die unberührte und schöne Natur. Die Sumpfgebiete, der glasklare See mit seinen zahlreichen Fischen, die umliegenden Berge und natürlich der ach so klare Sternenhimmel mit den halbstündlich vorbei fliegenden Satelliten. Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer! Bestimmt nimmst Du nach Deiner Reise in die Mongolei manch schönes Erlebnis mit nach Hause. An dieser Stelle möchten wir Dir nochmals recht herzlich für Deine Teilnahme und Deinen wichtigen Beitrag zu unvergesslichen Momenten danken! Damit auch andere Naturliebhaber und Pferdefreunde über Deine Eindrücke und Abenteuer erfahren, bitten wir Dich um einen kleinen Kommentar über Deine Reise ins Land des blauen Himmels. Wir danken Dir dafür und freuen uns auf Deinen Bericht! Lieber Gruss,
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